10 Fragen an ...
Ulrika Scholder, Rektorin der Hauptschule Balve
Die Hauptschule ist kein Auslaufmodell weil ...
… es unsere Schüler immer geben wird und sie an anderen Schulen untergehen. Weil wir wissen, dass ein Großteil unserer Schüler ihr Leben nach der Schule erfolgreich meistert. Zudem haben wir ein Profil, das der Welt verloren ginge.
Wenn Sie ein Schulprojekt frei wählen könnten ohne auf Gelder Rücksicht zu nehmen, welches wäre das?
Ich fänd' eine aktive Partnerschaft mit einer Schule im englischsprachigen Ausland mit guten Austauschmöglichkeiten für unsere Schüler ganz toll. Des Weiteren könnte unsere Ruine von Schule niedergerissen und neu aufgebaut werden. Das wär was. So eine richtig neue und moderne Schule.
Welches Lieblingsfach hatten Sie als Schülerin?
Englisch. Und das unterrichte ich jetzt auch, obwohl ich einen schlechten Lehrer hatte. Da habe ich mir überlegt, dass ich es mal besser machen möchte. Deutsch und Geschichte haben mich auch schon immer interessiert und so habe ich diese Fächer ebenfalls studiert.
Unterscheidet sich die Struktur und die Arbeit an einer Hauptschule im ländlichen Raum stark von der in einer Großstadt wie Berlin?
Da ich noch nie in einer Großstadt gearbeitet habe, kann ich das nicht aus meiner Erfahrung sagen. Aber: Balve hat auch alles, was eine Großstadt hat, nur nicht in dem Ausmaß. Es ist hier schon alles vorgekommen, nur nicht so häufig. Und das ist auch gut so.
Was macht die Hauptschule Balve für Sie einzigartig?
Hier arbeiten das Kollegium und die Eltern zusammen für die Kinder. Viele Menschen aus der Balver Wirtschaft setzen sich für die Schüler ein. In Balve gilt noch die alte Tradition „Das Dorf erzieht die Kinder“. Ich denke, das alles macht die Hauptschule Balve anders als andere Schulen.
Waren Sie eine Musterschülerin?
Eindeutig jein! Lernen fiel mir immer schon recht leicht. Meine Eltern waren aber sehr streng und leistungsorientiert, so dass auch ein gewisser Druck dahinter war. Ich habe allerdings auch mal eine Rüge und einen Eintrag ins Klassenbuch bekommen.
Haben Sie mal eine Aufführung in der Höhle erlebt, wie war ihr Eindruck?
Schon mehrere. Beim Jazz-Festival war ich von der tollen Atmosphäre absolut begeistert. Bei einem Klassik-Konzert gefiel mir die tolle Akustik besonders. Allerdings habe ich eine Veranstaltung in der Höhle mal bei schlechtem Wetter besucht, und dann ist es doch eher kalt und ungemütlich. Aber die Höhle als Kulisse ist schon einzigartig und ziemlich überwältigend.
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Die Freizeit die mir bleibt verbringe ich gerne mit Sport als Ausgleich. Ich gehe ins Fitnessstudio, mache Nordic Walking, spiele Gitarre, lese viel oder bin mit dem Rad unterwegs. Außerdem habe ich einen großen Freundeskreis und meine Familie.
Wohin fahren Sie in den Sommerferien?
Auf die Insel Rügen. Mit dem Auto auf die Insel und dort dann nur noch mit dem Rad fahren. Ich freue mich schon sehr aufs Meer.
Wenn bei Ihnen zu Hause der Grill angeworfen wird, was gehört dann auf jeden Fall noch auf den Tisch?
Salat! Gemischt mit möglichst vielen Zutaten und Baguette.
Vita:
- Ulrika Scholder
- Beruf: Lehrerin
- Geboren am 11.7.54 in Hemer
- Familienstand: ledig
- seit 1998 im Amt






